KI im Alltag: 10 Regeln, damit sie dir hilft und nicht schadet.
1 Keine Geheimnisse eintippen
Passwörter, IBAN, Ausweis- und Sozialversicherungsnummer oder Befunde haben im Chat nichts verloren. Faustregel: Was du nicht auf eine Postkarte schreiben würdest, bleibt draußen.
2 Training ausschalten
Viele Dienste lernen aus deinen Gesprächen. Bei ChatGPT: Einstellungen › Datenkontrollen › „Das Modell für alle verbessern“ aus. Andere Dienste haben ähnliche Schalter.
3 KI irrt sich, und klingt dabei sicher
Erfundene Fakten heißen Halluzination. Zahlen, Zitate, Quellen und Paragrafen deshalb immer nachprüfen, bevor du dich darauf verlässt.
4 Gesundheit, Recht, Geld: zweite Meinung, nicht letzte
KI hilft dir, Fragen vorzubereiten und Fachwörter zu verstehen. Entscheiden tust du mit Ärztin, Anwalt oder Bank.
5 Stimmen und Videos können gefälscht sein
Mit KI lassen sich Stimmen und Gesichter nachmachen (Deepfake). Bei Geldbitten: Codewort fragen, selbst zurückrufen. diecoderei.at/codewort
6 Erst fragen, dann hochladen
Fotos von Kindern, Freunden oder Kollegen nicht ohne deren Zustimmung in KI-Apps laden oder verändern lassen.
7 Arbeit bleibt Arbeit
Kunden- und Firmendaten nur in KI-Werkzeugen, die dein Arbeitgeber erlaubt. Nie im privaten Konto.
8 Echte Apps, gut geschützt
Lade KI-Apps nur vom offiziellen Anbieter, es gibt Nachahmer mit ähnlichen Namen. Dein KI-Konto bekommt ein eigenes Passwort und 2FA.
9 Zugriff nur so viel wie nötig
Darf eine KI Mails lesen, einkaufen oder Dateien öffnen, können versteckte Befehle in Webseiten sie austricksen (Prompt-Injection). Kaufen und Senden immer selbst bestätigen.
10 Kinder begleiten
ChatGPT ist laut Nutzungsbedingungen ab 13 Jahren erlaubt, unter 18 nur mit Zustimmung der Eltern. Am besten gemeinsam ausprobieren und über Fehler der KI reden.
Der Merksatz
KI ist wie eine flinke Praktikantin: schnell, hilfsbereit und manchmal völlig daneben. Du schaust drüber, du entscheidest.