Deepfake
Mit KI gefälschte Bilder, Videos oder Stimmen, die täuschend echt wirken. Betrüger nutzen das z. B. für den Enkeltrick mit geklonter Stimme.
💡 Ein Familien-Codewort vereinbaren. Und bei jeder Geldbitte: auflegen und unter der bekannten Nummer zurückrufen.
Wie Deepfakes entstehen
KI-Modelle lernen aus Fotos, Videos oder Sprachaufnahmen einer Person, wie sie aussieht, sich bewegt und klingt. Danach können sie neue Inhalte erzeugen, die diese Person scheinbar sagt oder tut. Für eine geklonte Stimme reichen heute manchmal schon wenige Sekunden Audio, etwa aus einem Video in sozialen Netzwerken.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Am Telefon klingt es exakt wie deine Tochter: „Ich hatte einen Unfall, ich brauche sofort Geld.“ Das ist der Enkeltrick in der KI-Version, und er wirkt, weil die Stimme vertraut ist.
Häufiger Irrtum
„Ein Deepfake erkenne ich sofort.“ Frühe Fälschungen hatten ruckelnde Münder und seltsame Augen. Heutige sind oft nicht mehr von echten Aufnahmen zu unterscheiden, vor allem am Telefon oder in kleinen Handyvideos.
Häufige Fragen
Wie schütze ich meine Familie?
Ein gemeinsames Codewort vereinbaren, das nur ihr kennt. Und bei jeder dringenden Geldbitte auflegen und unter der bekannten Nummer zurückrufen.
Sind Deepfakes verboten?
Die Technik an sich nicht, viele Anwendungen aber schon: Betrug, Erpressung oder gefälschte intime Inhalte sind strafbar. Der EU AI Act verpflichtet außerdem dazu, KI-generierte Inhalte als solche zu kennzeichnen.