EU AI Act: Regeln für KI nach Risiko

Der EU AI Act ist so etwas wie die Straßenverkehrsordnung für KI. Je gefährlicher der Einsatz, desto strenger die Regeln: Manches ist verboten, manches braucht strenge Prüfungen, für Chatbots und KI-Bilder gilt vor allem eine Kennzeichnungspflicht.

💡 Mit KI erstellte Fotos oder Videos, die echt wirken, müssen als KI-Inhalt erkennbar sein. Das schützt auch dich beim Teilen.

Die vier Stufen

Wichtige Termine

In Kraft seit 1. August 2024, die Regeln greifen schrittweise. Seit 2. August 2025 gelten Pflichten für Anbieter großer KI-Modelle wie den LLMs hinter ChatGPT & Co. Im Juli 2026 hat die EU mit dem „Digital Omnibus“ (Verordnung (EU) 2026/1744) nachgebessert: Die Pflichten für Hochrisiko-KI kommen später, ab 2. Dezember 2027 bzw. 2. August 2028.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Fahrrad darfst du einfach fahren, für ein Auto brauchst du Führerschein und Pickerl, ein Panzer hat im Straßenverkehr nichts verloren. Der AI Act sortiert KI genauso nach Gefahr.

Häufige Fragen

Betrifft mich der AI Act als Privatperson?

Kaum als Pflicht, aber als Schutz: Du hast das Recht zu erfahren, wenn du mit einer KI chattest oder ein KI-Inhalt dich täuschen könnte. Pflichten treffen vor allem Firmen, die KI anbieten oder beruflich einsetzen.

Müssen Firmen ihre Leute in KI schulen?

Firmen, die KI einsetzen, müssen laut Artikel 4 Maßnahmen setzen, damit ihr Personal ausreichend KI-Kompetenz hat. Seit dem Digital Omnibus ist das abgeschwächt: Gefordert sind Maßnahmen zur Förderung, kein bestimmtes Kompetenzniveau. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel bei der KI-Servicestelle der RTR nachfragen.