IPv6: Adressen ohne Ende
Der Nachfolger von IPv4, weil die Adressen ausgingen. Eine IPv6-Adresse sieht so aus: 2001:db8::8a2e:370:7334.
Davon gibt es rund 340 Sextillionen, genug, um jedem Sandkorn der Erde ein paar Milliarden Adressen zu geben.
💡 Und IPv5? Gab's nur als Experiment (Internet Stream Protocol) und wurde nie breit eingesetzt. Deshalb springt die Zählung von 4 auf 6.
Wie eine IPv6-Adresse aufgebaut ist
IPv6-Adressen sind 128 Bit lang statt 32 Bit. Geschrieben werden sie als acht Blöcke aus Hexadezimalzahlen, getrennt durch Doppelpunkte. Weil das lang wird, dürfen führende Nullen wegfallen, und eine Reihe von Null-Blöcken wird zu :: abgekürzt.
Mit so vielen Adressen kann wieder jedes Gerät eine eigene öffentliche Adresse bekommen, ohne sich eine mit anderen teilen zu müssen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stell dir vor, alle Telefonnummern einer Stadt wären vergeben. Statt Nummern zu teilen, bekommt die Stadt ein neues System mit so vielen Stellen, dass jeder Ziegelstein eine eigene Nummer haben könnte. Das ist der Schritt von IPv4 zu IPv6.
Häufiger Irrtum
„IPv6 ist schneller.“ Nicht grundsätzlich. Der Hauptvorteil ist die riesige Menge an Adressen, nicht das Tempo.
Häufige Fragen
Nutze ich schon IPv6?
Wahrscheinlich teilweise. Viele Internetanbieter, Handynetze und große Webseiten unterstützen es, und deine Geräte wählen automatisch. Testseiten im Netz zeigen, ob dein Anschluss IPv6 spricht.
Was ist mit IPv5 passiert?
Die Versionsnummer 5 war bereits für das experimentelle Internet Stream Protocol vergeben, das nie breit eingesetzt wurde. Deshalb heißt der Nachfolger von IPv4 direkt IPv6.