DHCP: der Platzanweiser

Dynamic Host Configuration Protocol. Kommt ein Gerät ins Netz, fragt es: „Wer bin ich hier?“ Der DHCP-Server (meist der Router) teilt ihm eine freie IP-Adresse zu, wie ein Kellner, der dir einen Tisch zuweist.

Dazu bekommt das Gerät gleich mit, wo der Ausgang ins Internet (Gateway) und das Telefonbuch (DNS) zu finden sind.

💡 Der „verschwundene“ Drucker? Er hat vom DHCP einen neuen Tisch bekommen. Lösung: im Router eine feste Adresse reservieren.

So läuft die Adressvergabe ab

Ein neues Gerät ruft ins Netz: „Gibt es hier einen DHCP-Server?“ Der Router antwortet mit einem Angebot, das Gerät nimmt es an, der Router bestätigt. Fachleute nennen die vier Schritte Discover, Offer, Request und Acknowledge.

Die Adresse ist dabei nur geliehen. Nach Ablauf einer Frist, der Lease, muss das Gerät sie verlängern. Meist passiert das unbemerkt im Hintergrund.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Gast verbindet sich mit deinem WLAN. Er muss nichts einstellen, keine Adresse eintippen, nichts wissen. Das ist DHCP: Der Router erledigt alles in Sekundenbruchteilen.

Häufiger Irrtum

„Mein Gerät hat immer dieselbe Adresse.“ Meistens schon, weil sich der Router Geräte merkt. Garantiert ist das aber nicht. Nach einem Router-Neustart oder einer abgelaufenen Lease kann sich die Adresse ändern.

Häufige Fragen

Kann ich DHCP ausschalten?

Ja, dann braucht aber jedes Gerät von Hand eine Adresse, ein Gateway und einen DNS-Server. Für Heimnetze lohnt sich das kaum. Besser: DHCP anlassen und für einzelne Geräte wie den Drucker eine feste Adresse reservieren.

Was bedeutet eine Adresse, die mit 169.254 beginnt?

Das Gerät hat keinen DHCP-Server erreicht und sich selbst eine Notadresse gegeben. Meist hilft es, die Verbindung zu trennen und neu aufzubauen oder den Router neu zu starten.