DNS: das Telefonbuch
Domain Name System. Du tippst diecoderei.at, Computer brauchen aber Nummern (IP-Adressen). DNS schlägt nach, welche Nummer zum Namen gehört, wie ein Telefonbuch.
💡 Geht „das Internet nicht“, aber WhatsApp schon? Dann hakt oft genau dieses Nachschlagen.
So läuft eine DNS-Abfrage ab
Tippst du eine Adresse ein, fragt dein Gerät zuerst einen DNS-Server, meist den deines Routers oder Internetanbieters. Kennt der die Antwort nicht, arbeitet er sich durch eine Hierarchie: Die Root-Server verweisen auf die Server für .at, diese auf den zuständigen Nameserver von diecoderei.at, und der liefert schließlich die IP-Adresse.
Das dauert meist nur Millisekunden. Die Antwort wird eine Weile zwischengespeichert (Cache), damit der nächste Aufruf noch schneller geht.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Du rufst jemanden an, ohne die Nummer auswendig zu können: Du suchst im Handy den Namen, das Handy wählt die Nummer. Genau diese Rolle übernimmt DNS für jede Webseite, jede E-Mail und fast jede App.
Häufiger Irrtum
„Eine Seite lädt nicht, also ist das Internet kaputt.“ Oft funktioniert die Leitung, nur die Namensauflösung hakt. Ein Hinweis darauf: Manche Apps laufen noch, Webseiten aber nicht.
Häufige Fragen
Kann ich einen anderen DNS-Server verwenden?
Ja. Im Router oder im Betriebssystem lässt sich ein anderer DNS-Server eintragen, etwa von Cloudflare (1.1.1.1) oder Quad9 (9.9.9.9). Manche antworten schneller, Quad9 blockiert zusätzlich bekannte Schadseiten.
Wie lange dauert es, bis eine DNS-Änderung wirkt?
Je nach eingestellter Gültigkeitsdauer (TTL) zwischen wenigen Minuten und rund einem Tag. So lange können noch alte Einträge in Zwischenspeichern liegen.