IPv4: die Hausnummer
Jedes Gerät im Netz braucht eine Adresse, damit Daten ankommen. IPv4 sieht so aus: 192.168.1.23, also vier Zahlen von 0 bis 255.
Das ergibt rund 4,3 Milliarden Adressen. 1981 klang das nach unendlich viel, heute sind sie längst vergeben.
💡 Adressen mit 192.168.… oder 10.… sind private Adressen und gelten nur in deinem Heimnetz.
Wie eine IPv4-Adresse aufgebaut ist
Eine IPv4-Adresse besteht aus 32 Bit, geschrieben als vier Zahlen zwischen 0 und 255. Ein Teil beschreibt das Netz, der Rest das einzelne Gerät, ähnlich wie Straße und Hausnummer.
Im Heimnetz haben die Geräte private Adressen wie 192.168.1.23. Nach außen teilen sich alle eine einzige öffentliche Adresse. Der Router übersetzt zwischen beiden Welten, das Verfahren heißt NAT.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Ein Wohnhaus hat eine Postadresse, die Wohnungen darin haben Türnummern. Der Briefträger kennt nur die Hausadresse, im Haus verteilt jemand die Post weiter. Bei dir zuhause ist der Router dieser Jemand.
Häufiger Irrtum
„Meine IP-Adresse verrät meine Wohnadresse.“ Sie verrät grob den Internetanbieter und oft die Region, nicht aber Straße und Hausnummer. Diese Zuordnung kennt nur der Anbieter selbst.
Häufige Fragen
Wie finde ich meine IP-Adresse heraus?
Die interne steht in den Netzwerkeinstellungen deines Geräts. Die öffentliche zeigen Webseiten wie „Wie ist meine IP“ an.
Warum gibt es noch IPv4, wenn die Adressen aus sind?
Weil sich Geräte per NAT eine öffentliche Adresse teilen und weil die Umstellung auf IPv6 weltweit Jahrzehnte dauert. Heute laufen beide parallel.