API: die Bestellschnittstelle

Application Programming Interface. Programme sprechen über APIs miteinander. Die Wetter-App fragt über eine API beim Wetterdienst nach, der Onlineshop bucht über eine API die Zahlung ab, und „Mit Google anmelden“ läuft ebenfalls über eine API.

💡 Du nutzt täglich dutzende APIs, ohne es zu merken. Sie sind die unsichtbaren Leitungen zwischen den Apps.

Wie eine API funktioniert

Eine API legt genau fest, welche Fragen man stellen darf und in welcher Form die Antwort kommt. Ein Programm schickt eine Anfrage an eine bestimmte Adresse, etwa „Wetter für Graz, morgen“, und bekommt die Daten in einem vereinbarten Format zurück. Wie der Dienst die Antwort intern berechnet, muss das anfragende Programm nicht wissen.

Viele APIs verlangen einen Schlüssel, damit der Anbieter weiß, wer fragt, und die Nutzung begrenzen oder abrechnen kann.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Am Bankomaten kommst du nicht in den Tresorraum. Du nutzt eine feste Auswahl an Knöpfen: Kontostand, Abheben, Einzahlen. Was dahinter passiert, bleibt verborgen. Eine API ist dieser Bankomat für Programme.

Häufiger Irrtum

„APIs sind nur etwas für Programmierer.“ Gebaut werden sie von Entwicklern, genutzt aber von allen. Jede App, die Daten aus dem Internet zeigt, hängt an APIs.

Häufige Fragen

Was bedeutet es, wenn eine App „über eine API angebunden“ ist?

Zwei Dienste tauschen automatisch Daten aus, zum Beispiel deine Kalender-App und dein Videokonferenz-Tool. Du musst nichts doppelt eintragen.

Sind APIs ein Sicherheitsrisiko?

Wie jede Tür: Gut gesichert sind sie unproblematisch. Schlecht geschützte APIs gehören aber zu den häufigen Ursachen von Datenlecks, deshalb ist ihre Absicherung für Anbieter so wichtig.