Open Source: Software mit offenem Rezept

Bei Open-Source-Software ist der Bauplan öffentlich: Jeder kann nachsehen, wie das Programm funktioniert, Fehler melden und Verbesserungen beitragen. Bekannte Beispiele sind Firefox, LibreOffice, der VLC-Player und Linux.

💡 Ein großer Teil des Internets läuft auf Open-Source-Software, oft auch dort, wo du es nicht vermutest.

Wie Open Source funktioniert

Der Quellcode, also die vom Menschen geschriebene Programmanleitung, liegt öffentlich bereit. Eine Lizenz regelt, was man damit tun darf: verwenden, verändern, weitergeben, manchmal mit der Bedingung, dass Änderungen ebenfalls offen bleiben müssen.

Entwickelt wird oft gemeinsam, von Freiwilligen, Firmen und Stiftungen auf der ganzen Welt. Viele große Unternehmen bezahlen Entwickler, die an Open-Source-Projekten arbeiten, weil sie selbst darauf aufbauen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Kochrezept, das jeder lesen, nachkochen, verbessern und weiterreichen darf. Im Gegensatz dazu steht das Geheimrezept einer Limonadenmarke: Das Getränk darfst du kaufen, aber nicht wissen, was drin ist.

Häufiger Irrtum

„Was gratis ist, kann nichts taugen.“ Viele Open-Source-Programme gehören zu den besten ihrer Art. Und „offen“ heißt nicht zwingend „gratis“: Manche Firmen verdienen mit Support oder Zusatzfunktionen.

Häufige Fragen

Ist Open Source unsicherer, weil jeder den Code sieht?

Eher im Gegenteil: Viele Augen finden Fehler schneller. Entscheidend ist aber, ob ein Projekt aktiv gepflegt wird und regelmäßig Updates bekommt.

Kann ich Open-Source-Software auch in der Firma nutzen?

In der Regel ja. Die meisten Lizenzen erlauben die gewerbliche Nutzung. Wer Software verändert und weitergibt, sollte die Lizenzbedingungen genauer lesen.