KI-Agent: die KI, die selbst handelt
Ein Chatbot beantwortet eine Frage. Ein KI-Agent arbeitet eine Aufgabe ab: Er sucht Informationen, vergleicht sie, füllt Tabellen, schreibt Code, testet ihn und korrigiert sich, Schritt für Schritt, bis das Ziel erreicht ist.
💡 Hinter den meisten Agenten steckt ein Sprachmodell, das zusätzlich Zugriff auf Werkzeuge bekommt.
Wie ein KI-Agent arbeitet
Ein Agent läuft in einer Schleife: Planen, Handeln, Prüfen. Er überlegt, welcher Schritt als nächstes sinnvoll ist, nutzt dafür ein Werkzeug, etwa eine Websuche, eine API oder ein Programm, schaut sich das Ergebnis an und entscheidet über den nächsten Schritt.
Welche Werkzeuge ein Agent nutzen darf, legt der Mensch fest. Gute Agenten fragen nach, bevor sie etwas Wichtiges tun, etwa eine Mail verschicken oder etwas kaufen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Ein Chatbot ist wie ein Reiseführer im Buch: Er sagt dir, was es in Lissabon zu sehen gibt. Ein KI-Agent ist eher ein Reisebüro: Er sucht Flüge, vergleicht Hotels und stellt dir einen fertigen Plan zusammen, den du nur noch bestätigst.
Häufiger Irrtum
„Ein Agent macht alles von selbst richtig.“ Agenten können sich irren wie jedes LLM, und bei Agenten führt ein Fehler im Zweifel zu einer falschen Aktion, nicht nur zu einem falschen Satz. Deshalb sind Freigaben und eingeschränkte Rechte wichtig.
Häufige Fragen
Wofür werden KI-Agenten heute eingesetzt?
Häufig beim Programmieren, für Recherchen über viele Quellen, im Kundenservice und um wiederkehrende Büroaufgaben zu automatisieren.
Kann ich einem Agenten meine Passwörter geben?
Besser nicht direkt. Gute Systeme arbeiten mit eingeschränkten Zugängen oder lassen dich Anmeldungen selbst durchführen. Gib einem Agenten nur so viel Zugriff, wie er für die Aufgabe wirklich braucht.