Botnetz: die ferngesteuerte Armee
In einem Botnetz arbeiten tausende gekaperte Geräte heimlich für Kriminelle: Computer, aber auch Router, Überwachungskameras und andere Smart-Home-Geräte. Ihre Besitzer merken meist nichts davon.
💡 Besonders gefährdet sind Geräte mit Standardpasswort, die nie ein Update bekommen.
Wofür Botnetze genutzt werden
- DDoS-Angriffe: Tausende Geräte rufen gleichzeitig eine Webseite auf, bis sie unter der Last zusammenbricht.
- Spam-Versand: Mails kommen von vielen unauffälligen Adressen, das macht Filtern schwer.
- Zugangsdaten durchprobieren: Gestohlene Passwörter werden massenhaft bei anderen Diensten getestet.
- Weitere Schadsoftware verteilen: Ein Botnetz verbreitet sich oft selbst weiter.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stell dir vor, jemand hat heimlich die Fernbedienung zu tausenden Autos. Einzeln fällt nichts auf, aber auf Kommando fahren alle gleichzeitig zur selben Kreuzung und legen den Verkehr lahm.
Häufiger Irrtum
„Mein Gerät ist doch nicht interessant.“ Für ein Botnetz zählt nicht der Inhalt deines Geräts, sondern nur, dass es am Internet hängt. Jedes Gerät ist ein weiterer Soldat.
Häufige Fragen
Woran merke ich, dass mein Gerät Teil eines Botnetzes ist?
Oft gar nicht. Mögliche Hinweise sind ein ungewöhnlich langsames Netz, ein Gerät, das ständig heiß läuft, oder eine Warnung des Internetanbieters.
Wie schütze ich mich?
Standardpasswörter ändern, Updates aktivieren, Geräte ohne Hersteller-Support ersetzen und nicht benötigte Funktionen wie Fernzugriff abschalten.