Kontextfenster: das Kurzzeitgedächtnis der KI
Das Kontextfenster ist der Schreibtisch der KI: Alles, was gerade darauf liegt, kann sie sehen, also dein Chat, deine Dateien und ihre eigene Antwort. Ist der Tisch voll, fällt vorne etwas herunter oder es passt nichts mehr drauf.
💡 Wird ein langer Chat wirr oder vergisst die KI frühere Vorgaben? Neuen Chat starten und das Wichtigste kurz zusammengefasst mitgeben.
So funktioniert es
Ein LLM hat kein Gedächtnis zwischen den Nachrichten. Bei jeder Antwort bekommt es den ganzen bisherigen Verlauf noch einmal vorgelegt. Wie viel davon hineinpasst, bestimmt das Kontextfenster, gezählt in Tokens.
Aktuelle Modelle schaffen von einigen zehntausend bis über eine Million Tokens. Das klingt nach viel, aber ein großer Kontext ist nicht automatisch besser: Je voller das Fenster, desto eher übersieht die KI einzelne Details.
Was passiert, wenn es voll ist
Je nach Dienst wird der Anfang des Chats abgeschnitten, automatisch zusammengefasst oder die Anfrage wird abgelehnt. Für dich sieht das oft so aus, als hätte die KI „vergessen“, was du am Anfang gesagt hast.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Ein Kellner merkt sich die Bestellung deines Tisches, solange er sie im Kopf behalten kann. Bestellt eine Runde von zwanzig Leuten durcheinander, gehen die ersten Wünsche verloren. Ein Zettel mit dem Wichtigsten hilft, bei der KI genauso.
Häufige Fragen
Ist das Kontextfenster dasselbe wie das Wissen der KI?
Nein. Das Wissen stammt aus dem Training und ist fest eingebaut. Das Kontextfenster ist nur der Arbeitsspeicher für das aktuelle Gespräch.
Merkt sich die KI meine Chats dauerhaft?
Das Kontextfenster nicht. Manche Dienste haben aber eine eigene Merkfunktion, die du in den Einstellungen findest und abschalten kannst.